WERKZEUGWECHSLER STEIGERN FLEXIBILITÄT

Im neuen Werk für Karosseriebau im Oskarshamn in Schweden, werden Werkzeugwechsler benötigt um Industrieroboter effizient zu nutzen. Bei der Auswahl eines Lieferanten sind Qualität und Kundenbetreuung ausschlaggebend.

Scanias Werk in der schwedischen Küstenstadt Oskarshamn ist der Fertigungsstandort für alle Fahrerhäuser des Konzerns, die auf dem europäischen Markt verkauft werden. Fünf Fertigungsbereiche sind in den Arbeitsablauf integriert: Pressen, Schweißen, Grundierung, Endanstrich und Montage.

Das neue Werk für Karosseriebau erstreckt sich über eine Fläche von 33.000 Quadratmetern und wurde im Herbst 2016 in Betrieb genommen. Die komplett neu entwickelten S- und R-Modelle werden hier hergestellt, wobei kein einziges Metallstück einem zuvor verwendeten ähnelt. Das Werk zählt zu den modernsten Europas. Die Arbeitsumgebung ist ruhig, die Luft rein, Sicherheitsmaßnahmen sind streng und der Geräuschpegel niedrig.

Der hohe Robotisierungsgrad ist nicht nur Voraussetzung für Scanias Produktionsvolumen und die finanzielle Rentabilität, sondern auch für das hohe und stabile Qualitätsniveau für das der Konzern steht. Jörgen Boman, Roboterspezialist bei Scania:

- Jeder der 288 im Karosseriewerk eingesetzten Roboter ist mit Werkzeugwechsler von RSP ausgerüstet, entweder automatisch oder mit Hilfe von MQC, einem manuellen Werkzeugwechsler. Die Produktionskapazität hat sich dadurch verdoppelt.

Die 172 automatischen Wechsler bestehen ausschließlich aus dem Modell TC480, das entwickelt wurde für Lasten von bis zu 500 kg und einen Drehmoment von 5.000 Nm. Die Modularität ist umfangreich und die Peripherie ermöglicht alles von Materialhandhabung über Kleben bis zum Punktschweißen. MQC ist eine Abkürzung für Manual Quick Changer und vereinfacht den manuellen Werkzeugwechsel.

Bei der Auswahl der Werkzeugwechser-Marke zum Ausrüsten waren die Qualität und die Serviceverfügbarkeit die Schlüsselfaktoren. Jörgen Boman stellt fest: „Wir haben den TC480 Werkzeugwechsler über einen Zeitraum von zwei Jahren getestet und wir hatten nie Probleme. Über RSP haben wir Zugang zu Schulungen und einen schnellen Support. Bei einem Ausfall kann ein Tauschteil innerhalb von vier Stunden mit einem Taxi geliefert werden. Die Serviceunterstützung ist ein wahrer Trumpf. Auch unsere älteren Werke sind ebenfalls mit den Werkzeugwechslern von RSP ausgestattet

Warum werden Werkzeugwechsler eingesetzt? Die naheliegende Antwort ist, dass es erlaubt mehr Arbeit mit weniger Robotern zu erledigen, was die Investitionsanforderungen verringert. Aber die Auswirkungen reichen noch viel weiter, denn Automatische Werkzeugwechsler sparen jede Menge Platz. Mehr Roboter brauchen mehr Platz. Ohne Werkzeugwechsler werden mehr Arbeitsschritte benötigt, das führt zu mehr Vorrichtungen, längeren Distanzen, mehr Übergabestellen und vielem mehr.

Fakten: SCANIA Oskarshamn

Scanias Werk für Fahrerhausfertigung in Oskarshamn besteht aus fünf Fertigungsbereichen: Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei für Grundierung und Endanstrich sowie Montage. Die Karosserien für den gesamten europäischen Markt werden hier produziert und für die Montage nach Södertälje in Schweden, Zwolle in den Niederlanden und Angers in Frankreich versendet. Das Unternehmen begann im Jahre 1946 als ein kleines Geschäft des Unternehmers Bror Göthe Persson, mit Scania-Vabis als Hauptkunden. Im Jahre 1949 wurde hier der erste gefederte Fahrersitz entwickelt und 1966 wurde der Betrieb an die heutige Scania-Gruppe verkauft.